Blog

Blog

 

Erfahrungsbericht Swiss Alpine 2011

Nach dem Berlin Halbmarathon, dem Spreewald Marathon und dem Rennsteig Ultramarathon war der Swissalpine der vorerst letzte Lauf für das Jahr 2011. Die Vorbereitung war gut, keine Erkrankung oder Verletzung. Die Wettkämpfe zu Beginn des Jahres verliefen ebenfalls reibungslos. Der Swissalpine sollte meine bisher größte Herausforderung werden.

 

Steven Greul - Team Trainingslager

 

Nachdem die Anmeldung erfolgt war, konnte ich wenige Wochen später auf der offiziellen Website folgendes lesen:

79.1 km +/-2370 m (Sertigvariante)

Einmaliges Revival der früheren Strecke. Die Durchführung des K78 auf dem Panoramatrail erfordert gute Wetterbedingungen. Zur Überprüfung bzw. Optimierung der Organisation hat das OK am 29. November 2010 beschlossen, im Jahr 2011 einmalig und unabhängig vom Wetter, die Sertigvariante durchzuführen. Die Strecke für K78 und K42 verläuft ab Keschhütte über Lai da Ravais-ch sur (Pt. 2580), Sertigpass (mit 2739 m.ü.M. der höchste Punkt), Sertig Dörfli, Clavadel (über Wanderweg), nach Davos. Damit kommt es nach 13 Jahren und 1 Jahr nach dem großen Jubiläum, zu einem einmaligen Revival der früheren Strecke.“

Die Strecke wurde verlängert und es sollte noch höher in die Berge gehen. Die letzten zwei Monate waren mental eine große Herausforderung, da ich schon 145 Wettkampfkilometer und unzählige Trainingskilometer in den Beinen hatte. Die Motivation schwand ein wenig und das zu einen Zeitpunkt, wo der Kilometerumfang pro Woche steil nach oben ging. Durch Variationen im Training und verschiedene Laufpartner absolvierte ich auch diese letzten Kilometer und Anstiege vor dem großen Tag.

Ich reiste mit meinen Lauffreunden eine Woche vorher in die Schweiz. Somit wollten wir uns schon einmal an die Höhenluft, die Witterung und die Umgebung gewöhnen.

Am Tag vor dem Wettkampf stand „carbo loading“  auf dem Programm, d.h. so viele Kohlenhydrate wie möglich zu sich nehmen, um die Glykogenspeicher bis zum Rand  zu füllen.

Dann war es endlich soweit. Am 30.07.2011 startet zum 26ten Mall der größte Ultramarathon der Welt.

Um 4:30 Uhr begann der Tag, nach einem reichhaltigen Frühstück ging es um 6:30 Uhr zum Start auf dem Sportplatz Davos. Bei 8 Grad Außentemperatur fiel um 7 Uhr der Startschuss. Die ersten 40 km ging noch sehr human bergauf und bergab (niedrigster Punkt 1000 Höhenmeter und höchster Punkt 1700m). Nach 30 km, der Anfang verlief sehr gut, bemerkte ich, dass meine Beine etwas fest wurden und ich leichte Probleme hatte, wirklich tief Luft zu holen. Bei Kilometer 35-40 bekam mein Laufpartner Magenprobleme, so dass er eine kleine Pause einlegen musste. Ich nutzte die Zeit, ging langsam weiter, versuchte, meine Muskulatur zu entspannen und mich auf meinen Atemrhythmus zu konzentrieren. Als sich mein Laufpartner etwas erholt und zu mir aufgeschlossen hatte, hatte auch ich mich wieder etwas erholt. Wir liefen durch eine wunderbare Landschaft, die Sonne fing an zu scheinen und uns wurde richtig warm. Da ich immer noch mit einigen Herausforderungen zu kämpfen hatte, sollten diese Kilometer im gesamten Lauf die mental schwierigsten werden. Ab Kilometer 45 ging es immer höher hinaus, man merkte, die Luft wurde dünner. Das nächste Ziel war die Keschhütte, welche in den vergangenen Jahren der höchste Punkt (Kilometer 53 bei 2600 Höhenmeter) der K78 Variante war. Die Temperatur sank wieder auf 8 Grad (gefühlte minus) und ein unglaublich endlos langer Anstieg stand mir und meinem Laufpartner bevor, der später zu einem schmalen Wanderweg wurde. Wir Läufer quälten uns wie bei einem Trauermarsch den Berg hoch. Einige Teilnehmer mussten Zwangspausen einlegen, weil sie mit den erschwerten Bedingungen nicht zurecht kamen. Da kein Ende des Anstieges in Sicht war, heftete ich meinen Blick resigniert nach unten. Bei der Keschhütte angekommen, wurden wir gleich von Sanitätern angesprochen, um etwas über unsere aktuelle Verfassung zu erfahren. Mir ging es soweit gut und nach einer Stärkung am Verpflegungspunkt ging es wieder bergab, diesmal bei Regen. Dann stand uns ein weiterer, noch höherer Anstieg (Sertigpass Kilometer 58 bei 2700 Höhenmeter) bevor. Der Regen wurde heftiger und die Temperatur sank weiter (2 Grad und es lag noch Schnee). Die letzte Steigung war noch einmal sehr herausfordernd. Die Beinmuskulatur wurde fest und die Atmung war sehr flach. Obwohl wir Handschuhe trugen, waren sie nass und kalt, die Knie waren trotz Vaseline eisig. Ich bekam in dieser Phase einen Hungerast und hatte das Gefühl, ich müsste meinem Körper erst einmal viel Energie zuführen. Dem entgegen zu wirken nahm ich 1 Gel, 1x Magnesium, 2,5 Müsliriegel, 1 Bouillon sowie 1 Glas Wasser zu mir. Da das Wasser am Verpflegungspunkt sehr kalt war, reagierte mein Magen mit leichten Krämpfen. Auf dem Sertigpass war Nebel, man musste sehr aufpassen um gut voran zu kommen und nicht zu stürzen, um die kleinen Felsen und um lose Steinbrocken balancierten wir herum. Die Sanitäter auf dieser Station waren ebenfalls sehr aufmerksam und fragten jeden Läufer nach seinem Befinden. Der Abstieg bei einer Temperatur von 2 Grad und weiterhin leichtem Sprühregen war sehr schwierig. Die Wege waren schmal, rutschig vom Matsch und steil. Einige Schlammstellen sollten sich als Kuhfladen herausstellen. Anfangs umlief ich diese, aber phasenweise war es mir nicht möglich, sie zu umgehen. So begleitete mich einige Zeit ein wunderbarer Naturduft, der langsam von meinen Beinen aufstieg. Die Konzentration nach 8 Stunden Wettkampf sank und die Müdigkeit trat langsam ein. Dies erschwerte den anstrengenden Abstieg ungemein. Zum Glück habe ich diesen Abschnitt heil und ohne Sturz überstanden. Der Laufstrecke entsprechend sollten die letzten 19km einfacher werden. Die Wege wurden wieder breiter und die Steigung war nicht mehr so gewaltig, so dass meine Motivation wieder stieg und ich überzeugt war, es auf jeden Fall ins Ziel zu schaffen. Nach 10 Stunden war ein Ende in Sicht, doch immer wieder unterbrachen kleine Erhöhungen den Laufrhythmus, dadurch zog sich das letzte Stück noch sehr lange hin. Bei Kilometer 77 war der Weg wieder ebener und mein Laufpartner und ich konnten schon die Euphorie auf dem Sportplatz in Davos hören. Der Endorphinspiegel nahm zu und ich bekam beim Einlaufen auf dem Sportplatz eine richtige Gänsehaut. Geschafft!  Nach einer halben Stadionrunde waren wir nach 11 Stunden 14 Minuten und 36 Sekunden im Ziel.

Fazit: Dieser Lauf ist einfach unglaublich und für jeden Läufer eine riesige Herausforderung, dem Athleten wird hierbei alles abverlangt. Besonders groß ist die mentale Belastung, diese wiederum habe ich auch ein wenig unterschätzt. Für einen Großstadtmenschen ist es schwer, diese Laufgegebenheiten zu simulieren und dafür zu trainieren. Daher bin ich sehr froh und stolz die Erfahrung gemacht zu haben.

Steven Greul

 

Jetzt Trainingslager Laufteam beitreten!

Im August 2011 ist es endlich so weit…der Volkspark Friedrichshain ruft!

Unser Trainingslager Laufteam öffnet seine Pforten und bietet Lauftraining in verschiedenen Laufgruppen an. Dabei handelt es sich um Kurse für Anfänger und für fortgeschrittene Läufer. Sie werden von erfahrenden und gut ausgebildeten Trainern betreut und diese führen sie langsam und sicher innerhalb der Gruppe an die Sportart “Joggen” heran und zeigen ihnen wie sie Ihr Training weiterentwickeln können.

In den Anfängerkursen sollen zum einen Grundlagen vermittelt werden und zum anderen geht es um:

  • Erlernen korrekter Lauftechnik
  • Kontinuierlicher Aufbau von Ausdauer und Fitness
  • Verbesserung von Koordination und Beweglichkeit
  • Steigerung von Lauftempo und Laufdauer
  • Motivation, Spaß und vieles mehr

In den Kursen für fortgeschrittene Läufer sollen den Teilnehmern:

  • Trainingsmethoden und -möglichkeiten
  • Halbmarathon- und Marathonspezifische Trainingsinhalte

vermittelt werden.

Die Kurse (Anfänger und Fortgeschrittene) sind immer Montags und starten um 18.00h an der Treppe am Park Friedrichshain (Virchowstrasse, Ecke Margarete-Sommer-Strasse).

Die Kurse kosten 10€ pro Person/je Teilnahme (für Trainingslagerkunden 5€). Beim Kauf einer 10er Karte bekommt Ihr einen Vorzugspreis von 80€.

Eine Anmeldung ist erforderlich!!!

Bitte unter info@dastrainingslager.de oder 0151.17239460 melden.


Euer TrainingslagerTeam

 

Projekt Swiss Alpine Part III

So, nachdem sich unsere Muskeln und Knochen nach den Strapazen des Rennsteig Supermarathons wieder erholt haben, geht es nun richtig los!

Der Swiss Alpine ist nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch einer der größten und anspruchsvollsten Ultracrossläufe Europas. Das Trainingslager Laufteam hat im Jahr 2011 diesen Lauf als Höhepunkt des Jahres auserkoren und alle Vorbereitungen konzentrieren sich auf dieses Highlight über 78km auf +/- 2370m.

v.l. Marcel, Steven, Raphael und Stefan

 

Es sind noch 5 1/2 Wochen bis zum Start in Davos und alle stecken bis über beide Ohren in den Vorbereitungen für diesen Ultramarathon, d.h. LAUFEN; LAUFEN; LAUFEN. Vor allem lange Läufe und Bergläufe stehen auf der Tagesordnung…und die Motivation für dieses Trainingspensum müssen wir uns jeden Tag neu aufbauen! Viele von uns sind nach dem Rennsteiglauf in ein Motivationsloch gefallen, wie es vielleicht der ein oder andere von Euch auch kennt. Nach einem Wettkampf auf den man sich sehr intensiv und mit voller Konzentration vorbereitet hat will man danach eigentlich nichts mehr davon wissen und braucht eine gewisse Zeit um sich neue Motivation und Energie zu holen. Aber dafür haben wir leider keine Zeit!

Im Moment trainieren wir fast jeden Tag – aufgeteilt in Ausdauer, Kraft, Beweglichkeits- und Regenerationstraining. Die nächsten Wochen werden uns noch einmal alles abverlangen, bevor es dann am 24.06. (eine Woche vor dem Lauf) nach Davos auf 1800m zum Akklimatisieren geht. Der Körper muss sich an die Höhe gewöhnen, gerade wenn es sich dabei um solche “Flachländer” wie uns handelt!

Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden…das TrainingslagerTeam!

 

Der Sommer ruft!!!

Lange haben wir gewartet und jetzt kommt er mit riesigen Schritten auf uns zu: Der Sommer! Draußen ist alles grün, es wird immer wärmer und die Tage immer länger…aber was ist aus Ihren gute Vorsätzen geworden? Wie steht es um ihre Fitness? Noch vor wenigen Wochen waren wir uns darüber im klaren, dass JETZT etwas passieren muss: Joggen, ein weinig Krafttraining und ein bißchen auf die Ernährung achten. Wir tragen diese Vorsätze immernoch in uns und die Gründe etwas für seinen Körper zu tun sind vielfältig!

Werden Sie wieder Fit, d.h. mehr Ausdauer, weniger Gewicht, mehr Kraft, weniger Schmerzen oder einfach mehr Gesundheit. Gründe nichts zu machen gibt es genug: zu müde, keine Zeit, zu kalt, keine Lust. Diese gehören der Vergangenheit an!

Wir möchten Sie gern unterstützen und Ihnen den richtigen Weg aufzeigen. Das Trainingslager arbeitet mit modernsten Trainings-, Therapie- und Diagnostikmethoden. Wir werden Ihnen helfen Ihre Ziele konsequent, zielstrebig und strukturiert zu erreichen.

Stefan J.

 

Das Trainingslager wird 1 Jahr!

Ja, manchmal mag man es kaum glauben wie schnell doch die Zeit vergeht, aber das Trainingslager feiert am 08. Mai sein Einjähriges! Dieses exklusive Personal Training Studio am Alexanderplatz hat sich etabliert und überzeugt mit Qualität. Es bietet seinen Kunden optimale Ausstattung, Service und Atmosphäre für ein effektives und angenehmes Trainingserlebnis.

Raphael J.
Klaus L.
Stefan J.

Das Trainingslager Team bestehend aus Raphael, Klaus und Stefan bietet seinen Kunden ein breites Spektrum an Betreuungs- und Trainingsmöglichkeiten. Angefangen beim Personal Training – über umfassenden GesundheitsCheck, Leistungsdiagnostik, Sporttherapie, Taping, Massage – bis hin zum Coaching und Gesundheitsmanagement.

Für jede Person die Ihre Gesundheit, Fitness und Leistungsfähigkeit erhalten, verbessern oder wiederherstellen möchte, ist Das Trainingslager der richtige Ansprechpartner.

 

Unsere Trainer
Lernen Sie die Personal Trainer kennen.
Mehr erfahren
Das Studio
Werfen Sie einen Blick ins Studio.
Zur Galerie
© 2010 DAS TRAININGSLAGER GBR  |  IMPRESSUM