Wenn SITZEN zur Krankheit wird…

Der Spiegel titelte: „Der Urmensch hatte auch noch keinen Stuhl“. Die Welt: „Deutschland sitzt sich krank“. Der Personal Trainer: schreit um Gehör.

Unser Körper ist dafür einfach nicht gemacht! Für was? Für das SITZEN!!!

Lösung: Schreibtisch-Laufband?
aus WZ newsline, 2013

Bis zur Hälfte ihrer täglichen Wachzeit verbringen Erwachsene und auch viele Kinder mit verschiedenen sitzenden Verhaltensweisen. Die Erwachsenen sitzen auf dem Weg zur Arbeit, während der Arbeit an Bildschirmen und schließlich in der Freizeit, beim Fernsehen oder beim Surfen im Internet. Und genau so verhält es sich mit der jüngsten Generation: Sie sitzen auf dem Schulweg, sitzen in der Schule, sitzen zu Hause und legen sich dann ins Bett. Wo soll das noch hinführen und warum bewegen wir uns dann nicht?

Die sitzende Lebensweise hat beträchtlich negative Folgen und trägt enorme gesundheitliche Risiken. Wir sprechen hierbei von Bluthochdruck, Herzinfarkt, Diabetes, Krebs. Die bislang vorliegenden epidemiologischen Studien berichten allesamt, dass das Risiko für Diabetes Typ 2 und für kardiovaskuläre Erkrankungen sowie für das frühzeitige Versterben bei langandauernden Sitzzeiten steigt. (http://aje.oxfordjournals.org/content/172/4/419.abstract)

Laut Techniker Krankenkasse (Bewegungsstudie 2013) verbringt jeder Erwachsene in Deutschland mehr als sieben Stunden im sitzen. Jeder dritte Beruftätige mehr als 9 Stunden. Zwei Drittel kommen nicht einmal auf eine Stunde Bewegung am Tag. Und eine Stunde ist 4% unseres Tages!

Viele sehen im SITZEN schon eine neue Volkskrankheit. Es ist nicht mehr Rücken, Schulter oder die Überforderung im Kopf. Nein. Es ist etwas was all diese Dinge erst fördert und hervorruft…das SITZEN. Beispiel: Unsere heutige Lebensweise überlastet die Bandscheiben immer häufiger. Wir bewegen uns zu wenig und sitzen zuviel. Selbst gut gemeinter Ausgleichssport am Feierabend oder am Wochenende kann das stundenlange Sitzen vor Schreibtisch und PC nicht immer wirksam ausgleichen. Damit fehlt den Bandscheiben die durch Bewegung automatisch gegebene Abwechslung zwischen Be- und Entlastung und damit die ausreichende Ernährung. Außerdem ist der Druck auf die Bandscheiben im Sitzen doppelt so groß wie z.B. im Stehen. Sie werden also insgesamt nicht nur länger, sondern auch stärker einseitig belastet und damit ausgepresst als das von der Natur für das als Jäger und Sammler ausgestattete Bewegungstier Mensch vorgesehen war.

Weitere Untersuchungen zeigen, dass die Sportmuffel langsam wieder die Überhand bekommen, d.h. nicht einmal mehr jeder zweite Deutsche treibt Sport! Die häufigste Ausrede: Die Motivation.

Mein Fazit: Es muss ja nicht immer gleich ein Marathon sein oder Olympisches Gewichtheben, aber an den Alltag angepasste Bewegung tut gut und steigert die Lebensqualität.

Stefan

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