TL trainiert: Die innere Uhr hat Einfluss auf das optimale Trainingsergebnis.

Jeder Sportler kennt das Gefühl: mal läuft das Training rund und von allein, an anderen Tagen passt einfach nichts zusammen, man kommt nicht in Schwung, die gewohnten Übungen laufen schwerfällig und der Verstand möchte einfach nur einen Trainingsstop vollziehen. Bisher war bekannt, dass die jeweilige Tagesform solche leichten oder schweren Trainingszustände bedingt. Nun berichteten britische Wissenschaftler in der Zeitschrift “Current Biology”, das neben der Tagesform auch die innere Uhr ausschlaggebend für die optimale Trainingseinheit ist.

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Was ist die innere Uhr? Ein individueller biologischer Rythmus, der angeboren und kaum veränderbar ist. Die innere Uhr steuert den persönlichen Schlaf-Wach-Rythmus, den Stoffwechsel und unsere Stimmung. Sie tickt ununterbrochen und wird von außen täglich durch das Sonnenlicht neu getaktet.

Für die Untersuchung wurden über einhundert Wettkampfsportler getestet, circa ein Viertel der Sportler waren sogenannte “Lerchen” (Frühaufsteher), circa ein Viertel der Personen waren “Eulen” (eher abendaktiv) und ungefähr die Hälfte lag zwischen beiden (Mischtypen). Die Tester machten am Tag bis zu sechs verschiedene Fitness-Tests zur Ermittlung der maximalen Sauerstoffaufnahme (als Maß der kardiovaskulären Fitness). Das Ergebnis zeigt, dass die “Lerchen” mittags (zu 12:00 Uhr), die Mischtypen nachmittags (zwischen 16:00-17:00 Uhr) und die “Eulen” abends (zwischen 19:00 – 20:00 Uhr) die besten Werte erzielen.

Des Weiteren zeigt die Studie, dass die Zeit zwischen dem natürlichen Aufwachen und der Trainingssession entscheidender ist als die reine Tageszeit. “Lerchen” und Mischtypen (diese gleichen sich hierbei ziemlich an) benötigen circa sechs Stunden, “Eulen” hingegen ungefähr elf Stunden (vom Wachwerden an gerechnet)bis zum Leistungshöhepunkt.

Das Trainingslager empfiehlt daher allen Personal-Trainern und Athleten, diese Studienergebnisse bei der Erstellung von Trainingsplänen ihrer Kunden und dem Setzen von Trainingssessions zu berücksichtigen.

Quelle: Study “Citius, altius, fortius: a matter of circadian Phonotypistin and time of day”, FACER-CHILDS, BRANDSTAETTER, University of Birmingham

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