Two Oceans Marathon 2016

Wir haben es getan: begeistert und erwartend auf den beworbenen Slogan: “Two Oceans Marathon – The most beautiful Marathon in the World” haben wir, das heißt fünf Freunde und Kunden aus dem Trainingslager, den Entschluss gefasst, 56km am Ende der Welt zwischen dem indischen und atlantischen Ozean zu absolvieren. Angemeldet hatten wir uns bereits im letzten Jahr und seit Januar 2016 begann sie gezielte Vorbereitung mit beginnender Spiroergometrie, Laufplänen und jeder Menge Trainingseinheiten. Insgesamt hat jeder von uns in den ersten 12 Wochen knapp 600 km zurück gelegt.

Und bevor wir es richtig realisieren konnten, stand der Samstag, der 26.03.16, vor der Tür – unser besagter Lauftag. Das Wetter meinte es gut mit uns, es regnete genau bis zum Startschuss und klarte dann zunehmend auf.
Es ging anfänglich schlicht und unspektakulär einfach 10km gerade aus. In dieser Zeit konnten alle Läufer den Sonnenaufgang genießen, was für uns persönlich eine sehr schöne Erfahrung war. Schließlich liefen wir zum Buchtstück des indischen Ozeans. Hier war der Ausblick durch viele aktive Surfer getoppt. Wir liefen weiter an Kalk Bay vorbei, einem Strandstück, was bekannt für seine bunten Häuser ist. Danach ging es schon weiter Richtung Chapmans Peak, dem ersten herausfordernden Anstieg. Im Reiseführer hatten wir zuvor gelesen, dass es bergauf – bergab bergab 114 Kurven gibt. Der Plan war, diese nach zu zählen, doch no chance: die Aussicht auf den Atlantik war so einmalig, dass das Kurvenzählen weichen durfte. Wenngleich die Aussicht top war, war der Anstieg kräftezehrend. Immer wieder zwischendrin sind wir vom Joggen ins Gehen übergegangen bis wir schlussendlich oben am Chapman ankamen. Von da an ging es bergab, obwohl wir nicht sicher waren, ob dies tatsächlich besser war als alles zuvor geleistete. Wir kamen zu Kilometer 42 – der Marathondistanz. Noch 14km waren zu absolvieren und der zweite Anstieg stand bevor. Gefühlt wollte dieser nie enden, doch irgendwann, irgendirgendwann ging es wieder bergab … und erneut bergauf. Danach kam schon der Weg der Zielgeraden, der lange Weg, der final im Stadion endete. Und hier schlussendlich, beim Jubel und der Motivation aller Menschen im Ziel wussten wir wieder, warum wir uns dem Laufen verschrieben haben: das Gefühl, egal nach wie vielen Kilometern, ins Ziel zu kommen, bejubelt zu werden, ist einmalig, unvergesslich und süchtig.
Daher danken wir Kapstadt und der Region, allen freiwilligen Helfern, allen Motivatoren, jedem einzelnen Zuschauer an der Strecke und schreien noch einmal heraus: Two Oceans Marathon – we did it!!!

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