Personal Training Berlin über den BMI

Der BMI – macht dieser Index wirklich Sinn?

Beim Thema Körpergewicht ist der BMI ein gerne genutzter Indikator für Übergewicht und Untergewicht. Die Personal Trainer Berlin wollen heute darüber sprechen, wie er berechnet wird und wie aussagekräftig dieser Wert wirklich ist.

Was ist der BMI und wie wird er berechnet?

Die Abkürzung steht für Body-Mass-Index. Als Maßzahl gibt der BMI einen Anhaltspunkt dafür, ob das Körpergewicht im Bereich des Normalgewichts liegt. Der Index kann mit Hilfe einer Vielzahl an BMI-Rechnernoder ganz einfach selbst errechnet werden.

BMI = Körpergewicht/Körpergröße in Metern zum Quadrat

Den Wert kann dann jeder mithilfe einer Tabelle selbst deuten. Hierbei werden das Alter und das Geschlecht zusätzlich berücksichtigt. Mit letzterem wird der Tatsache Rechnung getragen, dass Männer allgemein etwas breiter gebaut sind als Frauen und einen höheren Muskelanteil haben. Sie werden also bei gleicher Größe meist etwas schwerer sein als Frauen.

In welchem Bereich sollte der BMI optimalerweise liegen?

Der optimale Wert hängt vom Alter und dem Geschlecht der jeweiligen Person ab. Ohne Berücksichtigung vom Alter gilt:

  • Untergewicht bei einem BMI < 18,5
  • Normalgewicht: Index zwischen 18,5 und 24,9
  • Übergewicht ab einem BM-Index von 25 oder höher

Das sind aber nur grobe Einordnungen. Dabei wird nicht berücksichtigt, wie muskulös eine Person ist. Ein Bodybuilder wird aufgrund der hohen Muskelmasse einen enorm hohen BMI erreichen. Übergewichtig im Sinne der BMI-definierten Fettleibigkeit ist er natürlich nicht. Daher wird der Wert als alleinige Beurteilungsgrundlage kritisiert. Er kann aber bei einer durchschnittlich sportlichen Person durchaus einen Anhaltspunkt geben. Ein Arzt betrachtet aber stets auch andere Faktoren, wie zum Beispiel:

  • das Verhältnis von Körperfett und Muskulatur
  • das Allgemeinbefinden
  • die Blutfettwerte
  • das Alter

Nur dann ist es möglich, tatsächlich zu beurteilen, ob ein Patient aufgrund seines Gewichts gesundheitliche Probleme hat oder nicht.

Wann kann der BMI-Index nicht angewandt werden?

Die Einschränkungen führen dazu, dass verschiedene Personengruppen nicht anhand des Body-Mass-Index beurteilt werden können. Dazu gehören insbesondere schwangere und stillende Frauen, Menschen, denen Körperteile amputiert wurden, Kraftsportler, Kinder und Heranwachsende. Wenden Personen aus diesen Gruppen die Formel an, wird das Ergebnis definitiv nicht aussagekräftig sein. Daher gibt es beispielweise für Kinder Tabellen, in denen die Normalgröße anhand des Alters und des Gewichts abgelesen wird. Das Problem ist also nicht die Berechnung des BMI, sondern seine Aussagekraft.

Umstrittene Punkte beim Body-Mass-Index

Er ist umstritten, weil er nicht auf alle relevanten Punkte eingeht, die das Gewicht beeinflussen. Der Körperfettanteil, der Körperbau und das Alter haben aber großen Einfluss auf das Körpergewicht. Das Gewicht allein sagt daher wenig darüber aus, wie gesund eine Person ist, auch wenn der BMI diesen Eindruck erweckt. Insbesondere Sportler sind nach diesem Index oftmals übergewichtig oder auch untergewichtig, sind dabei aber vollkommen gesund. Anhand dieses Index dann das Gewicht zu beurteilen und es entsprechend verändern zu wollen, ist nicht gesund. Gerade Kraftsportler sind oftmals schwer, da Muskeln mehr wiegen als Fett. Trotzdem kann der Körperfettanteil eines Kraftsportlers sogar deutlich unterdurchschnittlich sein. Daher eignet der BMI sich besonders bei Sportlern nicht. Hier sollte der Körperfettanteil, der Muskelanteil und die Gesamtkonstitution beachtet werden, statt das Gewicht wegen des Index verändern zu wollen. Auch Ärzte verwenden ihn nur als ersten Anhaltspunkt. Sie schauen genauer, wie das Gewicht sich zusammensetzt und ob dementsprechend Handlungsbedarf besteht.

Fazit

Kennzahlen haben nur eine begrenzte Aussagekraft. Das gilt auch für den BMI. Wer genau wissen möchte, ob das eigene Gewicht bedenklich ist, sollte einen Facharzt aufsuchen und den Körperfettanteil messen lassen. Ein Arzt kann die Fitness außerdem anhand der Werte des Kreislaufsystems bewerten und seinen Patienten sicher sagen, ob diese abnehmen müssen oder das Gewicht in Ordnung ist. Um das eigene Gewicht grob einzuordnen, sind Kennzahlen aber durchaus geeignet. Hierbei ist es sinnvoll, mehrere Werte zu betrachten. Sind alle auffällig, dann ist mit erhöhter Wahrscheinlichkeit eine Gewichtsveränderung notwendig. Weitere Indikatoren sind das Wohlbefinden sowie die eigene Kondition und Belastbarkeit.

Personal Trainer Berlin

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