Das Experteninterview: Barfußlaufen – alles was du dazu wissen musst!

Im Trainingslager machen wir unseren Kunden immer wieder nachdrücklich klar, dass das Barfußgehen und -laufen die natürlichste Art zu laufen ist. Aber jetzt wollten wir es
ganz genau wissen und haben zu diesem Thema einen Experten befragt. Dazu haben wir  uns mit Mirko Westphal dem Inhaber vom VIVOBAREFOOT Concept Store Berlin getroffen und haben mit dem Diplom-Sportwissenschaftler, über das Thema “Barfuß” gesprochen.

Mirco

  • Barfußlaufen…man hört und liest es überall. Ist es aus Deiner Sicht tatsächlich die gesündeste Art, zu laufen?

Barfußlaufen ist definitiv die natürlichste Art zu laufen! Da dies nicht immer oder für jeden möglich ist, bieten „Barfußschuhe“ eine Alternative. Hinsichtlich des Gesundheitsaspekts sind neben der korrekten Lauftechnik und den muskulären Voraussetzungen, vor allem die Dosierung („die Dosis macht das Gift“) sowie eine ausreichende Adaptation entscheidende Faktoren.

  • Läufst Du selber in Barfußschuhen und wie viele Kilometer im Training oder Wettkampf kann man damit bewältigen?

Ich persönlich laufe aktuell maximal Halbmarathon – Strecken in Barfußschuhen, wobei ich zukünftig längere Strecken nicht ausschließe! Die Länge der möglichen Strecken ist jedoch individuell abhängig, wie bei „herkömmlichen“ Schuhen auch.

  • Ist das Fersenlaufen eine Zivilisationskrankheit, die uns nachhaltig schädigt?

Dick gepolstertes Schuhwerk mit erhöhtem Fersenbereich ermöglicht erst den Aufsatz über die Ferse. Zusammen mit der fehlenden Weite der Schuhe, vor allem im Zehenbereich, der unflexiblen Sohle und die fehlende Feedbackweiterleitung durch zu viel Sohle, schädigen wir unser Muskel-Skelettsystem. Die Aktivierung der Muskulatur sowie die anatomischen Gegebenheiten unseres biomechanischen Meisterwerks Fuß werden erheblich eingeschränkt, was auf Dauer auch andere Strukturen negativ beeinflusst.

  • Wie lange dauert die Umstellung auf die Vorfußtechnik?

Das kann man nicht genau sagen. Das ist von individuellen Voraussetzungen, dem aktuellen Laufpensum und ganz klar der eigenen Zielstellung abhängig! Generell sollte man sich auf jeden Fall etwa 6 Monate Zeit nehmen. Wenn man natürlich zum Beispiel für einen Halbmarathon trainiert kann dies auch schon mal etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen!

  • Vorfußtechnik im Alltag und beim Gehen, macht das Sinn?

Für mich stellt die Ferse immer noch den Erstkontakt beim Gehen her, wobei die Fußstellung schon flacher ist als beim Aufsetzen mit herkömmlichen Schuhen. So kann auch schon mal der Aufsatz zwischen Ferse und Mittelfuß ineinander übergehen! Ein direktes Vorfuß-Gehen ist meiner Meinung nach nicht natürlich und eher beim vorsichtigen Gehen oder Schleichen der Fall!

  • Ist denn partielles Barfußgehen mit Barfußschuhen im Alltag empfehlenswert?

Auf jeden Fall! Unser gesamtes Körpersystem folgt dem Prinzip „Use it or loose it!“ Darum sollten wir vor allem unseren Füßen als Basis regelmäßig die Reize und Freiheiten bieten, die sie benötigen! Zudem verändert das Barfuß laufen die Körperhaltung, was sich wiederum positiv auf andere Strukturen, wie Knie, Hüfte oder Wirbelsäule aber auch positiv auf die Psyche auswirken kann!

  • Sollte man grundsätzlich Barfuß laufen?

Im Idealfall wäre es natürlich am besten, da ein ständiger Wechsel häufig auch einen ständigen Wechsel zwischen den Laufstilen provoziert! Jedoch ist bei sehr hohem Pensum und Leistungsanspruch (Leistungssport) ein Training ohne Wechsel wahrscheinlich nicht möglich. Im Breiten- und Freizeitbereich sollte allerdings eher das Pensum und der Leistungsanspruch an die muskulären Voraussetzungen angepasst werden und nicht das Schuhwerk!

  • Wenn das alles so gut für uns ist, warum gibt es dann Schuhe mit Sprengung (Dämpfung)?

Viel Technik lässt sich eben besser vermarkten und teuer verkaufen! In diesem Fall ist weniger aber natürlicher…und gesünder!

Vielen Dank.

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Kleine Ursache, große Wirkung!

Minibands sind kein Luxus, aber immer ein Vergnügen oder wie es einer meiner Kunden gestern ausdrückte: “So ein kleines Sch…ding und so viel große Schmerzen”.

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Minibands sind 22 cm lange und 5 cm breite Endlosbänder und lassen sich auf bis zu dreifache Größe dehnen. Die erhältlichen Widerstände sind: leicht, medium, stark und extra stark. Die Stärken sind anhand ihrer farblichen Gestaltung einfach zu unterscheiden.

Mit ihrer geringen Größe sind sie extrem leicht und überall zu verstauen, bieten aber ein unglaublich vielseitiges Training. Sie können dadurch nicht nur beim Training zu Hause, im Fitness-Studio, auf Reisen sondern auch beim Outdoor Training eingesetzt werden.

Die Minibands lassen sich nicht nur bei Aufwärmübungen verwenden, sondern auch direkt ins Training einbinden. Besonders beim Training der Beine erweisen sich die Minibands als hervorragende Ergänzung, um das Training maximal effektiv zu gestalten.

Kleiner Tipp: Sie eignen sich hervorragend für Läufer zum Training der hüftstabilisierenden Muskulatur.

Stefan J.

Klettern – Training für den ganzen Körper

 

Klettern - Training für den ganzen Körper

Spass beim Training

Vor ungefähr einem Jahr habe ich nach längerer Pause wieder mit dem Klettern angefangen. Das Klettern macht mir viel Spaß, und schnell habe ich wieder für mich festgestellt, dass es auch ganz schön anstrengend ist. Durch den ständigen Wechsel zwischen An- und Entspannung der Muskeln ist es ein richtig gutes Krafttraining und eine Alternative zum Fitness- Studio oder “normalen” Kraft- und Athletiktraining. Wer klettert, trainiert zudem seine Ausdauer. Auch muss man sich auf dem Weg nach oben immer wieder drehen, strecken sowie die Arme und Beine überkreuzen, um den nächsten Griff beziehungsweise Tritt zu erreichen. Das dehnt die Muskeln und Sehnen und wirkt wie Gymnastik. Dadurch wird man beweglicher.

Die eigenen Grenzen erkennen

Das Klettern tut dem ganzen Körper gut. Es kräftigt nicht nur die Bauch- und Rückenmuskulatur, sondern fördert auch den Gleichgewichtssinn und die Koordinationsfähigkeit. Kraxeln stärkt auch Geist und Psyche. Denn um die Wand zu bezwingen, braucht man volle Konzentration, eine Menge Kreativität, einen starken Willen und gute Reaktionsfähigkeit. Das Klettern kann helfen, die eigenen Fähigkeiten besser einzuschätzen und seine Grenzen zu erkennen. In der Kletterwand beschäftigen sich die Gedanken vor allem damit, von einem Tritt zum nächsten zu kommen. Man schaltet also völlig ab. Und hat man es dann geschafft, ist man um ein Erfolgserlebnis reicher.

Wie man das Klettern lernt

Am sichersten lernen Sie das Kraxeln unter Anleitung eines Trainers mit einem Kletterpartner im sogenannten Top-Rope. Dabei ist man mit einem Seil gesichert, das am oberen Ende der Wand befestigt ist, und findet Halt an Haken und Vorsprüngen an der Wand. Das andere Ende des Seils führt der Partner durch ein Sicherungsgerät. Rutscht man an der Wand ab, wird das Seil durch das Sicherungsgerät blockiert und schützt Sie so vor dem Fall auf den Boden. Wenn man das beherrschen, hat man auch noch das Bouldern zur Verfügung: Das Klettern ohne Seil in einer Höhe von maximal fünf Metern. Wer den Halt verliert, fällt weich auf Schaumstoffmatten – die Crashpads. Und wenn man genug Erfahrungen gesammelt habt, rufen sicher irgendwann dann auch die Berge mit neuen Herausforderungen.

Was man zum Klettern braucht

Wenn man das alles erst einmal ausprobieren möchte, braucht man lediglich Sportkleidung. Die Ausrüstung kann man sich in den meisten Kletterhallen leihen. Ist man dann auf den Geschmack gekommen und will sein eigenes Kletter-Outfit, braucht man Klettergurt, Kletterschuhe und ein Sicherungsgerät. Neben der richtigen Ausrüstung ist es wichtig, stets auf die Sicherheit zu achten und sich keinesfalls selbst zu überschätzen. Denn Unfälle geschehen beim Klettern eigentlich nur durch Leichtsinn und Unachtsamkeit.

Vielleicht sehen wir uns ja mal…

Stefan J.

Beweglichkeit: Eine Übung maximale Erfolge

Eine Übung maximale Erfolge…hund

Wenn die Zeit im Fitness Studio oder nach dem Lauf wieder einmal knapp ist und eigentlich überhaupt kein Puffer mehr für Stretching ist, dann haben wir genau die richtige Übung. Häufig neigen bei vielen Menschen ganz typische Muskelgruppen zu Verkürzungen. Ob hintere Oberschenkel-, Gesäß- oder Wadenmuskulatur…mit dieser Übung erreicht man mit nur 2 Minuten täglichen Training ganz enorme Erfolge und ihre Flexibilität wird es Ihnen danken.

Hier ist eine Yoga-Bewegung, die Sie tun können, um all Ihre großen Muskelgruppen im Eiltempo zu erreichen…schnell und effektiv.

1. Im Yoga ist diese Position als hinabschauender Hund bekannt. Man positioniert sich selbst so wie ein Hund – auf allen Vieren mit den Händen, Füßen und Knie schulterbreit auseinander. Die Hände zeigen nach vorn und die Finger sind gespreizt. Atmen Sie tief ein und versuchen Sie mit jeder Ausatmung ein wenig ruhiger zu werden.

2. Halten Sie Ihren Kopf nach unten und versuchen Sie dem Drang zu widerstehen sich umzuschauen – wer sie beobachtet. Die Füße zeigen die gleiche Richtung wie die Hände. Heben Sie die Knie und den Rücken vom Boden, als ob Ihre Hüften von einer unsichtbaren Schnur in Richtung der Decke gezogen werden. Sie strecken sich Richtung Decke, so dass Sie Ihre Bauchmuskeln vergrößern und lang gezogen werden. Seien Sie aufmerksam, halten Sie Ihre Knie leicht gebeugt. Ihre Füße bleiben parallel zueinander.

3. Denken Sie immer noch, Yoga ist einfach? Dann geht’s jetzt los…

Drücken Sie die Arme in den Boden und versuchen Sie Ihre Beine zu strecken. Aber seien Sie darauf vorbereitet – es ist nicht so einfach wie es klingt. Wenn Sie es schaffen, dass Ihre Beine und der Rücken gerade sind, halten Sie die Position und atmen sie ruhig. Dann senken Sie langsam Ihre Fersen auf den Boden und entspannen Sie Ihre Schultern. Halten Sie diese Position für zwei Minuten.

Viel Spaß!!!

Stefan